Biodiesel-Fettsäuren sind Fettsäuren, die als Nebenprodukt bei der Herstellung von Biodiesel während der Aufbereitung von Rohglycerin anfallen – vor allem dann, wenn Öle oder Fette mit einem hohen Anteil freier Fettsäuren verarbeitet werden. Sie bestehen aus langkettigen Carbonsäuren (z. B. Palmitin-, Ölsäure oder Linolsäure) und können je nach Rohstoff variieren.

Eigenschaften:

  • Braune bis gelbliche, ölige Flüssigkeit
  • Hoher Säurewert

Biodiesel-Fettsäuren als nachhaltiger Rohstoff für die fortschrittliche Biokraftstoffproduktion

Fettsäuren aus der Biodieselherstellung dienen als Ausgangsrohstoff für die Produktion nachhaltiger/fortschrittlicher Biokraftstoffe. Zunehmend werden dabei Fettsäuren aus Rest- und Abfallstoffen genutzt – z. B. aus Altspeiseöl, tierischen Fetten oder Nebenströmen industrieller Prozesse. Diese sogenannten Abfall-Fettsäuren gelten als besonders nachhaltig, da sie nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen und vorhandene Ressourcen effizient weiter nutzen.

Vorteile:

  • Reduktion von CO₂-Treibhausgasemissionen
  • Nutzung nicht lebensmittelrelevanter Rohstoffe
  • Förderung der Kreislaufwirtschaft
  • Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen

Durch moderne Verfahren wie die Rückveresterung und Hydrierverfahren lassen sich diese Abfall-Fettsäuren in hochwertige Biokraftstoffe umwandeln.

Fettsäuren

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Knut Brockhaus
Geschäftsleitung